Klöpfer & Meyer (Tübingen)

 

Am 19. Dezember 1991 wurde Klöpfer & Meyer als "Verlag für Schöne Literatur, Sachbuch und Essayistik" in Tübingen gegründet, und zwar von Hubert Klöpfer, Klaus Meyer und einigen engagierten Compagnons.

 

Von Anfang an setzte der Verlag programmatisch nicht aufs bloß Erwartete, Marktgängige, Übliche, sondern er suchte das Besondere, die Entdeckung, die Überraschung – oder eben, frei nach Hannah Arendt: "Bücher fürs Denken & Lesen ohne Geländer".

 

Im Herbst 1996 erhielt der Verlag in Anerkennung seiner Arbeit den baden-württembergischen Landespreis für literarisch ambitionierte Verlage.

 

Nach dem Ausscheiden Klaus Meyers als Mitverleger und einer auch verlagswirtschaftlich schwierigen Zeit ist Klöpfer & Meyer im Juli 2000 zum Tochterverlag der DVA in München geworden. Schon im Januar 2003 allerdings, d.h. vor dem sich abzeichnenden Verkauf der DVA durch die FAZ an den Branchenriesen Bertelsmann/Random House, hat Hubert Klöpfer seinen kleinen Verlag "auf eigene Rechnung" wieder nach Tübingen zurückgeholt – und damit gewissermaßen als unabhängigen baden-württembergischen Verlag "gerettet". Von 2006 bis 2013 war der Reutlinger Zeitungsverleger Valdo Lehari jr. als Gesellschafter beteiligt, seither firmiert der Verlag als GmbH & Co.KG.

2014 wurde die "Wiederselbstständigwerdung" Klöpfer & Meyers mit Hubert Klöpfer als alleinigem geschäftsführendem Gesellschafter abgeschlossen. Damit ist der Verlag in der Lage, seinen "ambitioniert-eigenen" Programmweg auch künftig konsequent weiterzugehen und womöglich noch auszubauen.

Anerkennung dafür gab es im Frühsommer 2011 auch von Carl Herzog von Württemberg. Er zeichnete Hubert Klöpfer mit dem Ludwig-Uhland-Förderpreis aus und sagte zur Begründung: "Die Kultur unseres Landes kann nicht nur in die Breite wirken, sie muss auch in die Tiefe gehen."

 

Klöpfer & Meyer will eben dies weiterhin vorantreiben, will dabei unverwechselbar Klöpfer & Meyer bleiben, will gute und schöne Bücher aller literarischen Gattungen verlegen – und will insbesondere auch Autorinnen und Autoren des Landes Baden-Württemberg zu Wort kommen lassen.

 

Auch nach über 20 Jahren, gewachsen und auch gereift an einer gewissen Härte des "Bücher-Großmarktes", gilt für Klöpfer & Meyer in Tübingen nach wie vor das schon zur Verlagstaufe 1991 bei Elias Canetti entlehnte Wort: "Ohne Bücher verfaulen die Freuden".